Jugendschutz

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Version vom 18. Juni 2019, 13:00 Uhr von Petra (Diskussion | Beiträge)
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Jugendschutz im Internet

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Über Handy, Tablet oder Computer haben Kinder und Jugendliche heutzutage mehr und früher Zugriff auf virtuelle Welten als jemals zuvor. An jeder Ecke lauern gefährdende oder verstörende Inhalte, die nicht altersgerecht sind. Die Zahl der Webseiten mit problematischen Inhalten ist riesig. Über das Internet sind Kinder und Jugendliche außerhalb des geschützten Elternhauses von Fremden ansprechbar. Jungen Menschen fällt es schwer, die Kommunikation in Foren und Chats misstrauisch zu beurteilen.

Es liegt an Eltern und Erziehungsberechtigten, Kinder und Jugendliche vor entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten zu schützen. Das lässt sich durch die Vermittlung von Medienkompetenz, den Einsatz von technischen Lösungen und der Meldung unangemessener Inhalte erreichen.


Was können Eltern und Erziehungsberechtigte tun?

Medienkompetenz vermitteln
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Unter Medienkompetenz wird die Fähigkeit verstanden, mit Medien verantwortungsvoll umgehen zu können. Medien umgeben uns von Kindheit an und sind allgegenwärtig. Der verantwortungsvolle Umgang mit Medien muss erlernt werden. Es liegt bereits in den Händen der Eltern, ihren Kindern diesen bewussten Medienumgang frühzeitig beizubringen.

Begleiten, nicht verbieten sollte die Devise sein. Kindern und Jugendlichen erklären, wo die Gefahren und Fallstricke im Internet lauern, wird sie befähigen einzuschätzen, was sie besser nicht tun sollten. Initiativen und Projekte wie klicksafe, Handysektor oder das Internet-ABC klären Eltern, Lehrer und Erzieher darüber auf, wie sie potentielle Gefahren durch Begleitung und pädagogische Prävention aufzeigen und damit entgegen wirken können.

eco ist Kooperationspartner der Initiative klicksafe. klicksafe ist eine Sensibilisierungskampagne zur Förderung der Medienkompetenz im Umgang mit dem Internet und neuen Medien im Auftrag der Europäischen Kommission. Durch das Projekt angesprochen werden sollen Kinder und Jugendliche genauso wie Eltern, Lehrer und Pädagogen, Organisationen und Institutionen ebenso wie Unternehmen und Betreiber von Internetseiten.


Unangemessene Inhalte melden

Der eco - Verband der Internetwirtschaft betreibt eine Beschwerdestelle, bei der Internetnutzer illegale, insbesondere jugendgefährdende Inhalte melden können - auf Wunsch auch anonym. Die Juristen der eco Beschwerdestelle prüfen dann, ob der gemeldete Inhalt tatsächlich rechtswidrig ist und setzen sich für die Entfernung der Inhalte ein. Weitere Informationen zur eco Beschwerdestelle und ihrer Arbeit finden Sie hier.

International arbeitet eco mit Inhope zusammen. Das Internet kennt keine Staatsgrenzen – für eine effektive Arbeit von Beschwerdestellen ist es daher wichtig, weltweit gut vernetzt zu sein. INHOPE (International Association of Internet Hotlines) ist die internationale Dachorganisation von Beschwerdestellen, die im Rahmen des EU Safer Internet Programm 1999 ins Leben gerufen wurde – eco war dabei Gründungsmitglied. Mehr als 50 Beschwerdestellen aus 45 Ländern gehören der Dachorganisation an. Sie nutzen das Netzwerk, um Beschwerden über Inhalte weiterzugeben, die nicht im eigenen Land gehostet werden. Werden die Inhalte in einem Land mit INHOPE-Mitglieds-Hotline technisch vorgehalten, besagen die INHOPE-Regularien, dass die entsprechende Meldung zur weiteren Bearbeitung an die entsprechende Partner-Beschwerdestelle weitergeleitet wird.


Technische Lösungen einsetzen

Neben den zuvor schon erwähnten Möglichkeiten, können technische Lösungen Eltern und Erziehungsberechtigten helfen, Kinder und Jugendliche vor entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten im Internet zu schützen. Nachfolgend einige Beispiele:

1. fragFINN - die Kindersuchmaschine

fragFINN bietet einen geschützten Surfraum, der speziell für Kinder von 6 bis 12 Jahren geschaffen wurde. Mit der Suchmaschine für Kinder auf fragFINN.de und der zugehörigen Browser-App werden nur geeignete, von Medienpädagogen redaktionell geprüfte Internetseiten gefunden, Kinderinternetseiten werden dabei in den Suchergebnissen ganz oben platziert.

2. Jugendschutzprogramme

Jugendschutzprogramme helfen Eltern dabei, dass Kinder und Jugendliche nur solche Inhalte im Internet abrufen können, die für ihr Alter geeignet sind. In der Regel lassen sich in Jugendschutzprogrammen auch Zeiträume definieren, in welchen gesurft werden kann. Ein Jugendschutzprogramm ist eine Software, die zum Beispiel freiwillige Alterskennzeichnungen auf Webseiten ausliest und dem Nutzer dann nur die Webseiten anzeigt, die für seine Altersgruppe gekennzeichnet sind. Es gibt eine Vielzahl von Jugendschutzprogrammen auf dem Markt. Prominentes, nach § 11 JMStV anerkanntes Beispiel dafür ist JusProg.


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